Die Schritte werden immer kleiner, die benötigte Zeit immer mehr...
02. November 2011 von Lee Völker
Morgen sind schon zwei Wochen vergangen, in denen ich wieder nichts geschrieben habe. Die eigentliche Bauphase ist nun seit anderthalb Wochen passe und ich drück auch wieder die Schulbank. Trotzdem arbeiten wir am Wochenende munter weiter und nähern uns langsam unserem Ziel.
Im letzten Viertel der zweiten Bauwoche, genauer am Freitag (21. Oktober), haben wir die Lager für die Lasermasten fertig montiert. Das heisst unter der Werkstatt haben wir nun für 20 trockene Masten inklusive Segel Platz und im Lager an der Decke nochmal für zehn Masten mit nassen Segeln, die wir zum Trocknen auch ausgerollt hängen lassen können. Den Winter durch können wir auch die Masten der 470er unter der Werkstatt einlagern.
Desweiteren hat Samuel die alte Zugangstür unten im Lager zugemauert und die provisorische Stütze unterm Clubraum durch eine dauerhafte Lösung ersetzt. Zudem wurden Balken, die keine Funktion mehr haben weggeschlagen und so mehr Platz für Optimisten geschaffen. Am Abend setzte er und Lukas noch den Abfluss im Neoprenraum ein, damit man dort am nächsten Morgen weitermachen konnte. Zudem hat uns Lisa überrascht, als sie während unserer Abendpause die ganze Baustelle aufräumte. Ein grosses Dankeschön dafür.
Am Samstag waren wir wieder acht bis zehn Leute, die der Arbeit entgegentraten. Damian hat mit ein paar Helfern die restlichen Lampen im Lager und unter dem Clubraum und Werkstatt angeschraubt und auch gleich die ersten Schalter und Steckdosen montiert. Beni und Florin arbeiteten weiter am Gestell im Clubraum. Und Adi und Nicola behandelten die Arbeitsflächen in der Werkstatt zum zweiten Mal mit Epoxidharz.
Das Mittagessen wurde mit grösster Spannung erwartet. Im Gegensatz zum normalen Baustellenessen, welches im besten Fall aus Döner oder Mikrowellen-Fertig-Essen besteht, kamen die Eltern von Antoine vorbei und brachten gleich ein ganzes 3-Gang-Menue mit. Zur Vorspeise gabs Salat, als Hauptgericht Lasagne und als Nachspeise Schokomuffins mit Kaffee. Dazu ne riesen Auswahl an Getränke! War ne tolle Abwechslung und darum nochmal einen herzlichen Dank!
Am Nachmittag wurde noch das Lüftungsrohr für die Werkstatt eingebaut, dafür musste in die Werkstattwand ein Loch gesägt werden. Samuel und Antoine meldeten sich sofort freiwillig. Desweiteren erledigten wir noch Kleinigkeiten oder besorgten nochmal Material für Morgen.
Fast den ganzen Sonntag über haben Antoine und ich den Werkstattboden mit einer Bodenschleifmaschine, welche uns freundlicherweise von Hansruedi Wieland zur Verfügung gestellt wurde, in mehreren Schritten geschliffen. Dadurch wurden Unebenheiten und Schönheitsfehler beseitigt, aber vor allem ist es eine notwendige Vorbereitung vor dem Ölen.
Jürg, der erst am Nachmittag von seinen Ferien zurückkam, und Lukas widmeten sich dem Neoprenraum. Sie betonierten mit Hilfe den von Simon zuvor angefertigten Keilen die Wanne aus. Die Keile wurden an den Seiten und an den Kanten ausgelegt, der Zwischenraum mit Steinen ausgefüllt und anschliessend mit Beton aufgefüllt. Mit einer Holzlatte und den Keilen als Auflage wurde der überschüssige Beton abgestrichen. Sobald der Beton leicht angehärtet hatte, wurden die Keile entfernt und die Löcher wurden mit Beton aufgefüllt.
Nun wurde von unserer Seite unter der Woche nicht mehr gearbeitet, da die zwei Wochen vorrüber waren. Aber die Elektriker von der Firma Stutz kontrollierten und schlossen die ersten Kabel am neuen Sicherungskasten an. Am Montag rückten die Maurer der Firma Brunner Erben an und machten den Durchbruch vom Lager in das Optilager unter dem Clubraum.
Erst am Freitag Abend nahmen Jürg und ich die Arbeit wieder auf. In der Wanne im Neoprenraum trug Jürg zuerst eine Schicht Epoxi auf, anschliessend eine Lage Glasfasergewebe und zum Schluss nochmal eine Schicht Epoxi. Dadurch wurde unser Betonfundament versiegelt und abgedichtet. In der Zwischenzeit war ich an der Aussenwand kreativ: Ich habe mit den ersten Streifen begonnen und noch eine Bodenleiste hinzugefügt.
Am letzten Samstag tauchten auch mal die Gebrüder Sigg, nachdem sie ihre Ferien genossen hatten, auf. Sie wurden sogleich ins Maurer- bzw. Bodenschleif-Detachement gesteckt. Lukas und Noah verputzten den Durchbruch zum Optilager fachgerecht und besserten sonst noch ein paar Stellen aus.
Silvan und ich mussten in der Werkstatt den Boden noch an einigen Stellen ausbesseren, damit sich beim Ölen keine Lachen bilden können. Auch dies dauerte fast den ganzen Morgen. Florin stellte in dieser Zeit das Gestell im Clubraum fertig.

Jürg und Antoine versuchten sich den ganzen Samstag als Plattenleger. Im Neoprenraum konnten sie zwei Wände vollständig fliesen. Bevor sie jedoch in der Küche oberhalb der Kombinationsfläche fliesen konnten, musste Nicola die Latexfarbe mit Abbeizer entfernen. Keine angenehme Sache. Bis zum Abend war dann auch die Küche gefliest.
Zudem hatten wir noch Besuch: Das Lokalfernsehen Steckborn stattete uns einen Besuch ab. Für das kommende 'Lokal aktuell' wurden Filmaufnahmen gemacht und ich musste noch Rede und Antwort stehen.
Am Sonntag haben Lukas und Damian die restlichen und unbrauchbaren Holzbalken mit der Kettensäge halbiert und für die weitere Verwendung als Brennholz bereitgelegt. Generell haben sie mit Hilfe von Beni, Florin und Nicola aufgeräumt und entsorgt. Zudem hat Jürg in der Küche die Platten gefugt und Lukas hat die Halterungen für die Neoprene an die Decke gedübelt. Zum Schluss hat Beni und Lukas den Werkstattboden zum ersten Mal geölt.
Das waren die vergangenen Arbeiten in Zeitraffer. Wir rechnen noch das kommende Wochenende für weitere Bauarbeiten ein, gleichzeitig aber müssen wir schon ans definitive Aufräumen denken. Am 12. November wollen wir dann definitv vom provisorischen Lager hinunter in unsere neue Heimat zügeln.














